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Ethereum stellt klar: Merge wird Transaktionsgebühren nicht senken

Ethereum

de.cointelegraph.com 19 August 2022 05:05, UTC
  
Lesezeit: ~2 Min.

Die Ethereum Foundation hat am gestrigen Mittwoch daran erinnert, dass der kurz bevorstehende Umstieg auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren – auch bekannt als „Merge“ – keine Verringerung der Transaktionsgebühren mit sich bringen wird. Dahingehend erklärt die Foundation:

„Transaktionsgebühren (Gas Fees) sind ein Produkt aus der Nachfrage auf dem Netzwerk in Relation zur verfügbaren Kapazität des Netzwerks. Der Merge läutet lediglich den Umstieg von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake auf Ebene der Konsensbildung ein, aber nimmt keine beträchtlichen Änderungen an den Parametern vor, die im direkten Zusammenhang mit Netzwerkkapazität oder Durchsatz stehen.“

Der Merge zielt darauf ab, die bestehende Hauptebene von Ethereum, das sogenannte Mainnet, das bisher auf dem Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren operiert, mit der PoS-Ebene namens Beacon Chain zu verschmelzen, wodurch Proof-of-Stake der neue vorherrschende Konsensmechanismus auf dem Hauptnetzwerk wird.

Das PoS-Verfahren sorgt unter anderem für deutlich weniger Stromverbrauch bei der Blockproduktion. Ein weiterer Effekt ist eine veränderte Geldpolitik, die für eine regelrechte Kursexplosion sorgen könnte, wie ein Experte meint. Scheinbar sind einige Ethereum-Anleger auch davon ausgegangen, dass die Kapazitäten des Netzwerks durch die Änderung ebenfalls maßgeblich verbessert werden, doch dies ist nicht der Fall, wie die Ethereum Foundation also jetzt bestätigt.

Auch Transaktionen werden nach dem Merge zunächst wohl nicht spürbar schneller sein. Immerhin sollen die möglichen Zinserträge im Ethereum-Netzwerk nach oben gehen, um neues Kapital anzuziehen. Ob und wie sich dies konkret äußert, bleibt jedoch bis nach dem Merge abzuwarten. Spätestens bis zum 19. September soll der Umstieg nach Angaben der Entwickler erfolgen.


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