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Bitcoin-Crash durch Großinvestoren befeuert – Kann sich BTC auf 35.000 US-Dollar retten?


de.cointelegraph.com 11 Mai 2022 05:00, UTC
Lesezeit: ~3 Min.

Das Kaufinteresse an Bitcoin (BTC) scheint am heutigen 10. Mai nun endgültig am Boden, nachdem BTC/USD erstmals seit Juli 2021 wieder unter 30.000 US.Dollar gefallen ist.

Wie die Daten der Marktforscher von CryptoQuant zeigen, wachsen die Vermögen auf den großen Kryptobörsen wieder rasant an, was darauf schließen lässt, dass die Anleger zunehmend Panik bekommen und weitere Verkäufe vorbereiten.

BTC werden für Verkäufe eingezahlt

Nachdem die auf den Krypto-Handelsplattformen eingelagerten Vermögen zuletzt im stetigen Abwärtstrend waren, nimmt die Anzahl der zum Verkauf vorhandenen BTC nun erstmals wieder zu.

Laut CryptoQuant, die die Bitcoin-Vermögen auf den 21 größten Kryptobörsen abbildet, haben die Krypto-Anleger allein im Zeitraum von 6. bis zum 9. Mai insgesamt 37.537 BTC auf die betreffenden Plattformen eingezahlt.

Die Einzahlungen kamen dabei im Gleichschritt mit dem Bitcoin-Crash, der den Kurs von 36.000 auf zwischenzeitlich nur noch 29.700 US-Dollar abgesenkt hat, ehe sich der Krypto-Marktführer heute wieder auf 32.000 US-Dollar verbessert hat.

Bitcoin-Vermögen auf Handelsplattformen. Quelle: CryptoQuant

Hochan Chung, der Marketingchef von CryptoQuant, erklärt gegenüber Cointelegraph, dass diese Verkaufsaktivitäten nicht nur auf Spekulanten zurückzuführen ist, sondern dass einige der größten Bitcoin-Investoren zurzeit ihre Positionen gezielt reduzieren wollen.

„Die Einzahlungen kommen nicht erst seit gestern, sondern schon seit Anfang Mai“, so Chung. Dem fügt er an:

„Der Bitcoin-Kurs wird durch Verkäufe von Großinvestoren befeuert. Seit Anfang Mai nehmen die Einzahlungen wieder deutlich zu und werden allen voran von Großinvestoren getätigt. Je mehr die Großinvestoren auf Börsen einzahlen, desto größer wird der Verkaufsdruck auf Bitcoin.“

Auch andere Beobachter stellen ein spürbar geändertes Verhalten der Großinvestoren fest, das sich schon weit vor dem bedrohlichen Szenario eines Absturzes auf 24.000 US-Dollar bemerkbar machte.

Long-Positionen werden liquidiert

Die Panik löst allerdings einen Dominoeffekt auf dem Markt aus.

Laut den aktuellen Zahlen von Coinglass hat der Crash von Bitcoin unter 30.000 US-Dollar nun dafür gesorgt, dass Liquidierungen im Wert von mehr als 1 Mrd. US-Dollar entstanden sind.

Der Großteil davon sind Long-Positionen in verschiedenen Altcoins. Bei Redaktionsschluss belaufen sich die Liquidierungen aus BTC auf 330 Mio. US-Dollar, der große Rest kommt aus den alternativen Kryptowährungen.

Liquidierungen auf dem Kryptomarkt. Quelle: Coinglass

Ein entfernter Lichtblick ist immerhin, dass das CME Futures-Gap bei 35.000 US-Dollar für die Experten immer mehr zum wahrscheinlichen Kursziel für die nächsten Tage wird.

„Es sieht so aus, als ob Bitcoin sich das CME Gap zum Ziel gesetzt hat“, wie der Trader IncomeSharks stellvertretend meint. Und weiter:

„Diejenigen, die bei 34.000 US-Dollar verkauft haben, um bei 37.000 US-Dollar wieder einzusteigen, werden wieder oberhalb von 40.000 US-Dollar ankaufen müssen. Das ist jedes Mal so bei Bodenbildungen. Die Bären werden einfach gierig.“
CME Bitcoin-Futures-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

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