Der Bitcoin-Kurs ist seit dem Tiefpunkt im Februar, als er bei 60.000 Dollar lag, um etwa 18 Prozent gestiegen. Diese Woche erreichte die digitale Währung kurzzeitig das Niveau von 74.000 Dollar. Auf den ersten Blick wirkt dies wie ein vielversprechendes Comeback für Bitcoin.
Viele Analysten bleiben jedoch vorsichtig und warnen, dass diese Erholung möglicherweise nur eine vorübergehende Rally innerhalb eines Bärenmarktes ist.
On-Chain-Daten senden Warnsignale aus
Eines der wichtigsten Signale stammt von der sogenannten Net Realized Profit/Loss-Indikator. Diese misst, wie viel Gewinn oder Verlust Investoren tatsächlich realisieren, wenn sie ihre Bitcoin bewegen oder verkaufen.
Laut aktuellen Analysen befindet sich dieser Indikator seit Anfang Januar im negativen Bereich. Das bedeutet, dass Investoren im Durchschnitt mehr Verluste als Gewinne realisieren.

Am 19. Februar hielten Investoren, die ihre Bitcoin zwischen einer Woche und einem Monat besaßen, etwa 6,20 % des gesamten Angebots. Inzwischen ist dieser Anteil auf 4,54 % gesunken.
Anders ausgedrückt: Während der Kurs steigt, nimmt das Verkaufsangebot zu.
Wenig Optimismus auf dem Derivatemarkt
Auch der Derivatemarkt deutet nicht auf eine starke neue Hausse hin.
Das offene Interesse, also der Gesamtbetrag an offenen Futures-Kontrakten, liegt derzeit bei etwa 24,3 Milliarden Dollar. Das ist weniger als die Hälfte der 47 Milliarden Dollar, die während der Rally von 2025 erreicht wurden.

Ein niedriges offenes Interesse bedeutet normalerweise, dass weniger neues Kapital und weniger spekulative Positionen in den Markt fließen. Laut Analysten fehlt dadurch die Überzeugung, die normalerweise für einen starken Bullenmarkt notwendig ist.
Insgesamt sind die meisten Signale für den Bitcoin-Kurs derzeit nicht besonders positiv, weshalb Vorsicht geboten ist.