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Do Kwon postet Burn-Adresse für LUNA und warnt Anleger

Altcoins

de.cointelegraph.com 24 Mai 2022 05:20, UTC
  
Lesezeit: ~3 Min.

Der Wiederbelebungsplan für Terra, der von Do Kwon, dem Mitbegründer und CEO von Terraform Labs, kürzlich angekündigt wurde, stieß auf gemischte Reaktionen, da viele daran zweifeln, dass ein Hard Fork die eingebrochenen Kurse von Terra (LUNA) und TerraUSD (UST) wieder anheizt. Stattdessen haben viele in der Community sich dafür ausgesprochen, LUNA zu verbrennen, da das der plausibelste Weg sei, um die Kurse wieder steigen zu lassen.

Kwons Vorschlag zur Erhaltung des Terra-Ökosystems sieht vor, die aktuelle Terra-Blockchain vom algorithmischen Stablecoin zu trennen und eine neue Version der LUNA-Token an Investoren zu verteilen. Die Verteilung wird auf Grundlage der Bestände vor der Todesspirale durchgeführt. Mehrere Krypto-Unternehmer, darunter Changpeng "CZ" Zhao, halten das jedoch für keine gute Idee:

"Das Angebot sollte durch Verbrennung reduziert werden und nicht durch einen Hard Fork. Damit würde man alle, die versucht haben, den Coin zu retten, im Stich lassen."

Auf mehrmalige Nachfrage seitens der Krypto-Community hin hat Kwon am Samstag öffentlich eine Burn-Adresse für LUNA gepostet. Alle LUNA Token, die an diese Adresse geschickt werden, werden sofort verbrannt. Dadurch soll das im Umlauf befindliche LUNA-Angebot effektiv reduziert werden.

To clarify, as I’ve noted multiple times i dont think sending tokens to this address to burn tokens is a good idea - nothing happens except that you lose your tokens

Want there to be no confusion whatsoever https://t.co/GrzG9cclAr

— Do Kwon (@stablekwon) May 23, 2022

Zwei Tage nach der Bekanntgabe der LUNA-Burn-Adresse hat Kwon erneut bekräftigt, dass die Verringerung des im Umlauf befindlichen LUNA-Angebots keine Auswirkungen auf den Kurs haben würde. Dazu erklärte er: "Es passiert nichts, außer dass Sie Ihre Token verlieren."

Der Terra-Mitbegründer stellte klar, die Burn-Adresse sei nur zu Informationszwecken an die Nutzer weitergegeben worden. Er warnte davor, sie zu verwenden:

"Ich stelle sie gerne zu Informationszwecken zur Verfügung, möchte aber klarstellen, dass man keine Token verbrennen sollte, wenn man nicht genau weiß, was man tut. Ich persönlich kann das nicht verstehen."

Die Veröffentlichung der Adresse führte jedoch zu weiterer Verwirrung unter den Anlegern. Wie Cointelegraph bereits berichtete, betrachten Investoren die starke Volatilität von LUNA als lukrative Gelegenheit. Viele versuchen so, ihre Verluste wieder auszugleichen, und profitable Trades zu machen.

Kwon hatte zuvor bestätigt, dass Terra keine neuen LUNA mehr präge. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum Investoren glauben, dass ein Verbrennungsmechanismus den Kurs von LUNA wieder steigen lassen würde. Denn durch Verbrennung würde das Angebot knapper werden.

Da noch keine klare Lösung in Sicht ist, wird Anlegern generell geraten, keine unüberlegten Finanzentscheidungen zu treffen. Über die Wiederbelebung von Terra wird nach wie vor öffentlich diskutiert.

In diesem Zusammenhang: Nach Terra-Zusammenbruch: Near Protocol nimmt Tracer auf

Aufgrund des Zusammenbruchs von Terra wollen zahlreiche Projekte nun in andere Blockchain-Ökosysteme abwandern, um selbst nicht weiter betroffen zu werden. Auch die Near Foundation hat die Migration von Projekten unterstützt und kürzlich Tracer, eine Web3-Fitness- und Lifestyle-App, aufgenommen.

In einem Gespräch mit Cointelegraph betonte Nicky Chalabi von der Near Foundation, dass Projekte wie Tracer sich mit den Grundwerten des Ökosystems identifizieren wollen können. Kommentierte außerdem:

"Projekte müssen die Interessen ihrer Community und ihrer Nutzer vertreten, denn das ist letztlich das Wertvollste, was man hat."

Chalabi riet Terra-Projekten außerdem, nur auf Blockchains überzugehen, die die Interessen ihrer Nutzer und Communitys vertreten: "Das kann tatsächlich Ihren Erfolg bestimmen."


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