- Die Deutsche Börse in Frankfurt und die Wiener Kryptobörse Bitpanda beabsichtigen eine weitreichende Kooperation, die den institutionellen Zugang zu Digital-Assets in der EU neu ordnen dürfte.
- Konkret betrifft das die Verbindung von Bitpandas digitaler Infrastruktur mit der Handelsplattform 3DX, die von der Deutsche‑Börse‑Tochter 360T betrieben wird.
Die neue Partnerschaft ist die erste ihrer Art im neuen, einheitlichen MiCA-Rechtsrahmen der Europäischen Union. Die Kooperation sieht vor, dass Bitpanda seine Infrastruktur für den Handel und die Verwahrung digitaler Assets direkt an 3DX anbindet.
3DX ist einer der ersten MiCA‑konformen Provider für den institutionellen Krypto‑Handel. Geschäftsbanken sollen künftig über ihre bestehenden 360T‑Schnittstellen auf regulierte Krypto‑Liquidität zugreifen können, ohne eigene Wallet‑ oder Handelsinfrastrukturen aufbauen zu müssen.
Damit entsteht ein Angebot, reguliert und technisch sicher skalierbar, zwei für den Krypto-Markt neue Aspekte, deren Fehlen bislang viele Banken vom Einstieg in den Krypto‑Markt abgehalten haben.
EU als Digital‑Asset‑Hub
Die Deutsche Börse verfolgt seit Jahren eine klare Digitalstrategie, die Tokenisierung, digitale Wertpapiere und regulierte Handelsplätze umfasst.
Bitpanda hat sich vom Retail‑Broker zum Infrastruktur‑Anbieter entwickelt, der für institutionelle Partner interessant geworden ist.
Die Kooperation wird daher als Signal verstanden, dass Europa im globalen Wettbewerb nicht nur mithalten, sondern eigene Standards setzen wird.
Bitpanda‑Co‑CEO Lukas Enzersdorfer‑Konrad betonte, die Zusammenarbeit werde zeigen, welche Rolle Europa künftig im globalen Kryptosystem spielen könne.
Ausblick und weitere Projekte
Beide Unternehmen prüfen bereits weitere gemeinsame Projekte, etwa im Bereich Konnektivität, Handels‑Workflow und Infrastruktur-Entwicklung.
Auch neue Digital-Asset‑Produkte könnten folgen, sobald MiCA vollständig umgesetzt ist.
Für Bitpanda kommt die Kooperation zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Das Unternehmen will in diesem Jahr in Frankfurt an die Börse. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse unterstützt dieses Vorhaben und verdeutlicht den Anspruch von Bitpanda, ein führender europäischer Infrastruktur‑Anbieter für Digital-Assets zu werden.
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