Der Vermögensverwalter Grayscale plant, Anlegern seiner Ethereum- und Solana-Staking-ETPs künftig regelmäßige Barausschüttungen aus den erzielten Staking-Erträgen zu zahlen. Das geht aus Dokumenten hervor, die das Unternehmen an die Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.
Den Start machen die Ethereum und Solana Staking ETFs (Ticker: ETHE und GSOL). Ab dem 7. August soll es losgehen. Die Änderungen sehen vor, dass die durch das Staking erzielten Erträge mindestens einmal pro Quartal in Bargeld umgewandelt und nach Abzug der anfallenden Kosten an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.
Grayscale, das zuletzt seinen Börsengang verschoben hatte, erhofft sich dadurch, den Zugang zu Staking-Modellen für klassische Kapitalmarktanleger attraktiver zu gestalten. Anleger müssen dadurch weder Kryptowährungen selbst verwahren noch Validatoren auswählen oder den Staking-Prozess eigenständig organisieren. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass weder die Höhe noch der Zeitpunkt der Ausschüttungen garantiert werden können. Die Auszahlungen hängen von den tatsächlich erzielten Staking-Erträgen sowie den Kosten der jeweiligen Fonds ab.
Erste Erfahrungen mit dem Ausschüttungsprozess hatte Grayscale bereits im Januar sammeln können. Damals kamen Anleger des Ethereum Staking ETFs in den Genuss der Dividende.
Ob Grayscale mit dem Schritt am Ende wirklich neue Kunden für sich begeistern kann, wird sich zeigen. Bislang kommt der Ethereum Staking ETF auf ein Nettovermögen von 1,22 Milliarden US-Dollar und liegt damit in etwa auf dem Niveau des Spot Produkts (1,55 Milliarden US-Dollar).