Der Bitcoin-Kurs wird in der Weihnachtswoche weniger von Makrotrends oder ETF-Zuflüssen bestimmt, sondern von der Struktur des Optionsmarkts. Große auslaufende Dealer-Gamma-Positionen sorgen aktuell für eine mechanische Preisbindung. Erst mit dem Verfall dieser Positionen – insbesondere am 26. Dezember – könnte sich die Marktdynamik spürbar verändern.
• Optionsmarkt-Fokus: Der Zeitraum vom 19. bis 26. Dezember ist entscheidend, da in diesen acht Tagen rund zwei Drittel des gesamten Dealer-Gamma-Exposures im Bitcoin-Markt auslaufen.
• Mechanische Preisbindung: Durch Delta-Hedging der Optionsdealer wird der Bitcoin-Kurs künstlich in einer engen Spanne gehalten, was Volatilität dämpft und den Markt „festgeklebt“ wirken lässt.
• Erster Verfallstermin (19. Dezember): Etwa 128 Millionen Dollar an Dealer-Gamma (rund 21 Prozent) laufen aus und könnten kurzfristig den Druck unterhalb der Marke von rund 90.000 Dollar reduzieren.
• Zweiter Verfallstermin (26. Dezember): Weitere 287 Millionen Dollar an Gamma (rund 46 Prozent) verfallen an diesem Datum und gelten als zentraler Wendepunkt für die kurzfristige Marktstruktur.
• Preisspanne („Mud Zone“): Der Bereich zwischen 85.000 und 90.000 Dollar fungiert derzeit als magnetische Zone, in der Hedging-Aktivitäten den Kurs immer wieder abbremsen.
• Vor und nach Weihnachten: Bis zum 26. Dezember ist mit gedämpfter Volatilität und Seitwärtsbewegung zu rechnen; danach könnte der Markt freier reagieren und stärkere Bewegungen zulassen.
• Dealer-Gamma vs. ETF-Flows: Die Wirkung der Dealer-Gamma-Positionen ist laut Analyse aktuell rund 13-mal stärker als die Kapitalzuflüsse über Bitcoin-ETFs, weshalb technische Optionslevel dominieren.
• Bedeutung von Gamma Exposure: Die genannten Millionenbeträge beziehen sich auf das Gamma-Exposure der Dealer, also den potenziellen Hedging-Druck im Spotmarkt, nicht auf das nominale Optionsvolumen.