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Bitcoin als Inflationsschutz? Laut Scaramucci sind 1 Mrd. Wallets notwendig

source-logo  de.beincrypto.com 23 August 2022 07:05, UTC

Anthony Scaramucci ist der Gründer des New Yorker Investmentunternehmens Skybridge und arbeitete für die Banken Goldman Sachs und Lehman Brothers. Für den Hedgefondsmanager ist Bitcoin aktuell immer noch recht junges Asset. Daher könne BTC noch nicht als Inflationsschutz fungieren.

In einem kürzlich veröffentlichten CNBC-Interview sagte Scaramucci, dass die “Wallet-Bandbreite” von Bitcoin mit 300 Millionen Wallets dafür immer noch zu gering sei. Laut dem Investor sind “eine Milliarde oder mehr als eine Milliarde” BTC-Wallets notwendig, damit die Kryptowährung als Inflationsabsicherung dienen kann.

Am 12. November sprach der Milliardär in einem anderen CNBC-Interview über Gold und Bitcoin. Seiner Meinung nach sollte man Gold mit einer 5.500 Jahre Geschichte als Zahlungsmittel nicht außer Acht lassen. Allerdings ist dem Investor zufolge Bitcoin aufgrund der technischen Eigenschaften deutlich überlegen. So sind die Knappheit von BTC und die günstigen Transaktions- und Verwahrungsmöglichkeiten von BTC zwei seiner Hauptargumente für die Kryptowährung. Deswegen wird Bitcoin laut Scaramucci “10-mal besser” sein als Gold.

Darüber hinaus sprach der ehemalige Goldman Sachs Manger über den Bitcoin-Enthusiasten Michael Saylor und die Starinvestorin Cathie Wood. Diese gehen ebenfalls davon aus, dass Bitcoin Gold in den Schatten stellen könnte.

Bitcoin: Institutionelle Investoren wie BlackRock steigen in den Markt ein

Nach Meinung des Hedge-Fonds-Milliardärs wird elitären Finanzunternehmen wie BlackRock und Goldman Sachs nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Diese treiben die institutionelle Adoption von Bitcoin voran.

BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, schloss sich vor kurzem mit Coinbase zusammen, um seinen Kunden einen breiteren Zugang zu Kryptowährungen zu ermöglichen. Außerdem lancierte BlackRock das erste Bitcoin-Spot-Produkt. Dabei handelt es sich um einen privaten Trust, der den Bitcoin Preis direkt abbildet.

Nach Angaben von BlackRock ist das Interesse der institutionellen Anleger groß. Und das, obwohl der Bitcoin Kurs seit dem letzten Allzeithoch von rund 69.000 US-Dollar im November 2021 um fast 66 % gefallen ist.

Darüber hinaus wird die neue Partnerschaft den Kunden von BlackRock, die digitale Vermögenswerte auf Coinbase halten, ermöglichen, die Anlagesoftware von BlackRock zu nutzen. Damit können das Unternehmen und die Kunden das Risiko potenzieller Investitionen bewerten.

Ironischerweise sagte der BlackRock CEO Larry Fink im Jahr 2017, dass Bitcoin ausschließlich als Maß für die Nachfrage nach Geldwäsche dient.

Andere Vermögensverwalter wie das britische Investmentkonglomerat Abrdn und Charles Schwab versuchen ebenfalls in den Krypto-Markt einzusteigen. Abrdn erwarb vor kurzem eine Beteiligung an der Krypto-Börse Archax, während Schwab kürzlich ein börsengehandeltes Krypto-Produkt auf den Markt brachte.

SkyBridge pausiert Abhebungen von Krypto-Fonds

Scaramuccis SkyBridge Capital konzentrierte sich seit etwas mehr als einem Jahr auf Kryptowährungen. Die Firma litt jedoch auch unter den aktuellen Turbulenzen auf dem Krypto-Markt. Im Juli 2022 musste das Unternehmen deshalb die Aussetzung der Abhebungen aus dem 200 Millionen US-Dollar schweren kryptogebundenen Legion Strategies Fonds bekannt geben. Investoren versuchten kürzlich erfolglos, 890 Millionen US-Dollar aus dem Hauptfonds des Unternehmens abzuziehen. 22 % des Fonds waren bis Ende Juni 2022 in Kryptowährungen investiert.

Scaramucci ist langfristig bullish auf Krypto und sagte, dass SkyBridge trotz des Zusammenbruchs des TerraUSD-Stablecoins vom 12. Mai 2022 keine der Bitcoin-Positionen verkauft hatte.

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