Der harte Abwärtskurs vieler Krypto-Assets bringt auch den aufstrebenden Stablecoin Terra USD (UST) in Schwierigkeiten. Wie sich am Wochenende zeigte, konnte UST sein Versprechen, immer ganz nah am Dollar-Kurs zu liegen teilweise nicht halten. Eine Abweichung von mehr als 1 Prozentpunkt von der Dollar-Bindung ist über kurze Zeiträume keine Seltenheit, doch am Wochenende trat das erstmals seit längerem über einen Zeitraum von 16 Stunden auf.
Der Druck auf UST wurde wohl über das Anchor Protocol ausgelöst – eine DeFi-Lösung, über die Nutzer:innen direkt Krypto-Asset verleihen und dafür zinsähnliche Erträge kassieren können. Dort wird vor allem mit UST gehandelt – und weil dort in den vergangenen Tagen große Mengen an UST abgezogen wurden, kann das wiederum jene verunsichert haben, die groß in den LUNA-Token investiert sind. LUNA ist mit den Stablecoins der Terra-Blockchain direkt verbunden: Man kann UST zerstören, um LUNA zu bekommen, und umgekehrt.
UST ist ein algorithmischer Stablecoin, der anders als andere nicht direkt durch eine Reihe von Assets von Cash bis Schuldverschreibungen gedeckt ist (wie z.B. USDC oder USDT), sondern eigentlich nur durch einen Algorithmus. Durch das Burnen von LUNA-Tokens können neue UST-Stablecoins entstehen, oder UST-Besitzer:innen können diese durch Zerstören wieder in LUNA umwandeln. Terraform Labs rund um Gründer Do Kwon will so eine dezentralen Stablecoin ermöglichen und diesen so nicht von einer einzigen Reserve abhängig machen.
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