Es ist mit Sicherheit das Altcoin-Phänomen des jungen Jahres: Terra. Von einem kleinen DeFi-Projekt hat sich Terraform Labs und der dazu gehörige LUNA-Token zu einem Fixpunkt der Krypto-Industrie gemausert. Am Montag Abend passierte es dann: Der auf Terra basierende Stablecoin Terra USD (UST) ist nunmehr nach Marktkapitalisierung der dritt größte Stablecoin der Branche hinter Tether (USDT) und USD Coin (USDC) von Circle. Mit einer Marktkapitalisierung von 17,6 Milliarden Dollar liegt UST allerdings noch weit hinter den beiden Marktführern.
Dem Preis von LUNA hat die Entwicklung jedenfalls gut getan: Der LUNA-Token ist in der Nacht auf Dienstag um satte 17 Prozent gewachsen und hat dadurch die Verluste der letzten Woche mehr als wett gemacht. LUNA steht in einem direkten Verhältnis zu den Stablecoins, die auf der Terra-Blockchain laufen: Will man neue Stablecoins schaffen, muss man dazu LUNA in entsprechendem Wert zerstören – und umgekehrt lassen sich Stablecoins wie eben UST vernichten, um dafür wieder neue LUNA zu bekommen. Diese algorithmische Bauart eines Stablecoins ist insofern kontrovers, weil es keine zentrale Einrichtung gibt, die für die Deckung sorgt – und somit schwer greifbar für Behörden ist.

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